Warum hassen Menschen andere Menschen?
Hass entsteht oft aus Angst, Schmerz, Ohnmacht, Gruppendruck oder dem Bedürfnis nach Kontrolle und Überlegenheit. Psychologie, Evolutionsbiologie und soziale Medien können dabei verstärken, wie schnell Menschen andere entmenschlichen. Gleichzeitig zeigt die Forschung aber auch: Mitgefühl, Selbstreflexion und bewusste Kommunikation können helfen, Hass zu reduzieren.
Ich bin, also hasse ich? Von Entmenschlichung, Hass und Macht
Was mich zu diesem Blog inspiriert hat, sind die vielen Hasskommentare, die ich immer wieder in sozialen Medien beobachte.
Man spricht von CovIdioten, Schlafschafen, Queerdenkern, Impffanatikern, Gutmenschen oder Nazis – und manchmal freut man sich sogar, wenn die Gegenseite scheitert oder leidet, weil man sich dadurch bestätigt fühlt.
Wen oder was hasst du?
Warum hassen wir überhaupt?
Die SVP, die AfD, Linke oder Rechte? Köppel oder Thunberg? Autofahrer oder Velofahrer? Den Ex-Partner, Koriander, Spinnen oder Ratten? Rassisten? Kapitalisten? Woke Menschen? Männer? Frauen?
Die Auswahl scheint grenzenlos.
Wir lieben und wir hassen. Aber warum?
Was bedeutet Hass überhaupt?
Die Bedeutungen reichen von „Feindseligkeit“ und „starker Abneigung“ bis hin zu Hetze und Entmenschlichung. Hass ist ein intensives Gefühl von Ablehnung, Wut oder Feindseligkeit.
Interessant ist jedoch: Das Wort „hassen“ wird heute oft inflationär verwendet.
„Ich hasse Lauch.“
„Ich hasse Montagmorgen.“
„Ich hasse dieses Wetter.“
Doch echter Hass geht deutlich tiefer. Er kann Beziehungen zerstören, Gruppen gegeneinander aufbringen und im schlimmsten Fall Gewalt legitimieren.
Warum hassen wir überhaupt?
Schauen wir kurz in die Natur.
Schimpansen und Bonobos gehören zu unseren nächsten biologischen Verwandten. Beide Arten teilen fast 99 % ihres Erbguts mit uns – und unterscheiden sich dennoch deutlich im Sozialverhalten.
Schimpansen gelten häufig als territorialer, aggressiver und stärker hierarchisch organisiert. Bonobos dagegen werden oft als sozialer, friedlicher und konfliktvermeidender beschrieben.
Natürlich darf man tierisches Verhalten nicht eins zu eins auf Menschen übertragen. Trotzdem zeigen solche Vergleiche, dass:
- Konkurrenz,
- Angst,
- Gruppenzugehörigkeit,
- Macht,
- Kooperation
und Konflikte auch biologisch eine Rolle spielen können.
Gibt es begründete und weniger begründete Ängste?
Warum haben manche Männer Angst vor Frauen und Homosexuellen? Warum haben manche Frauen Angst vor schwachen Männern und anderen Frauen? Warum haben manche Kinder Angst vor ihren Schulkameraden oder ihren Eltern? Warum haben manche Menschen Angst vor harmlosen Spinnen, Mäusen oder sogar Katzen? Viele dieser Ängste und Abwehrmechanismen wurden wissenschaftlich untersucht und teilweise erstaunlich gut erklärt.
Und was machen wir – bewusst oder unbewusst –, wenn wir Angst vor Spinnen, Ratten, Kakerlaken oder Mäusen haben? Wir töten sie oft ohne grosses schlechtes Gewissen. Warum? Weil sie plötzlich als „Ungeziefer“ gelten – und in genau diesem Moment verlieren sie für viele Menschen ihren moralischen Wert.
Zurück zu unseren tierischen Verwandten:
Schimpansen sind männlich dominiert, Bonobos weiblich dominiert. Beide Arten leben in sozialen Gruppen – genau wie wir Menschen. Doch ihr Verhalten unterscheidet sich massiv.
Die männlich dominierten Schimpansen verhalten sich häufig territorial und aggressiv. Sie führen regelrechte Kriege gegen andere Gruppen, töten Konkurrenten und greifen fremde Affenpopulationen an. Bonobos dagegen gelten als deutlich friedlicher, sozialer und konfliktvermeidender. Sie lösen Spannungen oft über Nähe, Kooperation und Sexualität statt über Gewalt.
Natürlich darf man tierisches Verhalten nicht eins zu eins auf Menschen übertragen. Trotzdem zeigen solche Vergleiche etwas Wichtiges: Angst, Macht, Konkurrenz und Gruppenzugehörigkeit sind tief in biologischen und sozialen Mechanismen verankert. Video: 6 Min.
Auch Lemuren leben teilweise in matriarchalen Strukturen und verhalten sich oft erstaunlich friedlich. Mir geht es dabei nicht darum, Männer oder das Patriarchat pauschal schlechtzureden, sondern uns Menschen besser zu verstehen.
Die Natur interessiert sich nicht für politische Korrektheit, sondern für Überleben, Fortpflanzung und Sicherheit.
Vielleicht entsteht Hass deshalb besonders schnell dann, wenn Menschen Angst haben:
- zu wenig zu bekommen,
- etwas zu verlieren,
- ersetzt zu werden,
- ihren Status zu verlieren,
- ihre Identität bedroht zu sehen,
- Kontrolle abzugeben.
Die Angst vor Verlust ist oft stärker als die Realität selbst.
Ob Vermögen, Macht, Anerkennung, Freiheit oder Zugehörigkeit: Menschen reagieren erstaunlich emotional, wenn sie glauben, dass ihnen etwas weggenommen werden könnte.
Zu keiner Zeit waren viele Menschen in Europa materiell reicher, medizinisch besser versorgt oder objektiv sicherer als heute – und trotzdem erleben wir massive Polarisierung, Angst und Wut.
Man denke an:
- Corona,
- Migration,
- Inflation,
- Genderdebatten,
- Identitätspolitik,
- Kriege,
- soziale Medien,
- politische Lagerbildung.
Je nach Perspektive fühlen sich Menschen bedroht, übergangen oder entwertet.
Als weiteres Beispiel:
Hat der „privilegierte, weisse und heterosexuelle Mann“ teilweise Angst davor, gesellschaftliche Dominanz oder Privilegien zu verlieren? Manche Forschende und Kommentatoren diskutieren genau das. Die Angst vor Ungerechtigkeit kann manchmal tatsächlich auch die Angst sein, bisherige Vorteile zu verlieren.
Doch genau gleich erleben heute auch andere Gruppen Angst:
- Angst vor Diskriminierung,
- Angst vor Rassismus,
- Angst vor Gewalt,
- Angst vor sozialem Ausschluss,
- Angst vor religiösem Hass,
- Angst vor politischer Entwertung.
Gerade seit dem Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 beobachten viele Menschen weltweit wieder einen offeneren Antisemitismus – teilweise auch innerhalb westlicher Protestbewegungen. Kritik an der israelischen Regierung ist legitim. Problematisch wird es jedoch dort, wo aus politischer Wut pauschaler Hass auf „die Juden“ entsteht oder Terror relativiert wird. Genau hier zeigt sich erneut, wie schnell Menschen beginnen, andere nicht mehr als Individuen, sondern nur noch als Symbol einer verhassten Gruppe zu sehen.
Dasselbe Muster findet man praktisch überall:
- bei Rassismus,
- bei Frauenhass,
- bei Islamhass,
- bei Antisemitismus,
- bei politischem Extremismus,
- bei sozialer Ausgrenzung.
Die Angst vor Ungerechtigkeit scheint tief im Menschen verankert zu sein.
Warum sollten Frauen früher nicht abstimmen dürfen? Warum sollten Homosexuelle nicht heiraten dürfen? Warum sollten gewisse Bevölkerungsgruppen weniger Rechte erhalten?
Auch auf Social Media liest man ständig Fragen wie:
„Warum bekommt ein Flüchtling Unterstützung, während ein Rentner kämpfen muss?“
Doch oft geht es dabei nicht nur um Gerechtigkeit, sondern auch um Konkurrenz, Angst, Identität und Gruppenzugehörigkeit.
Und genau hier wird es psychologisch spannend.
Auch unsere tierischen Verwandten reagieren auf «Ungerechtigkeit»
Wer will schon etwas Fades, wenn andere etwas Besseres bekommen?
In einem bekannten Versuch von Primatenforscher Frans de Waal von der Emory University erhielten zwei Kapuzineraffen dieselbe Aufgabe. Beide mussten einen einfachen Test lösen und wurden dafür zunächst gleich belohnt: mit einem Stück Gurke. Beide machten motiviert mit.
Doch dann bekam einer der beiden Affen plötzlich eine süsse Traube – also eine deutlich attraktivere Belohnung – während der andere weiterhin nur Gurke erhielt.
Die Reaktion?
Der benachteiligte Affe wurde wütend, verweigerte die Zusammenarbeit und schleuderte teilweise sogar die Gurkenstücke zurück. Der Versuch zeigt eindrücklich: Selbst unsere tierischen Verwandten reagieren sensibel auf wahrgenommene Ungerechtigkeit. Video 2 Min. 10
Kapuzineraffen können – ähnlich wie wir Menschen – sehr wohl unterscheiden zwischen:
- fair,
- unfair,
- gleichwertig,
- benachteiligend.
Sie reagieren emotional, wenn sie sich schlechter behandelt fühlen als andere.
Und genau hier wird es gesellschaftlich interessant.
Was empfinden Menschen als gerecht?
Wer entscheidet darüber?
Und warum reagieren wir oft emotionaler auf Ungleichheit als auf absolutes Leid?
Ist es gerecht, wenn Menschen im eigenen Land verarmen, während gleichzeitig Milliarden ins Ausland fliessen?
Ist es gerecht, wenn gewisse Gruppen bevorzugt oder benachteiligt werden?
Ist Gleichheit automatisch gerecht?
Oder geht es manchmal eher um gefühlte Ungerechtigkeit, Konkurrenz und Angst vor Verlust?
Gerade politische Diskussionen zeigen, wie unterschiedlich Menschen Moral interpretieren.
Was für die einen Solidarität ist, wirkt auf andere wie Bevorzugung.
Was die einen als Fortschritt erleben, empfinden andere als Bedrohung.
Vielleicht ist genau das einer der wichtigsten Punkte dieses Blogs:
Menschen hassen oft nicht nur wegen „Böse sein“, sondern weil sie subjektiv das Gefühl haben, unfair behandelt, bedroht oder entwertet zu werden.
Was war zuerst da – die Moral oder der Hass?
Forschungsergebnisse lassen darauf schliessen, dass bereits Babys eine Art frühes „Moralgefühl“ besitzen.
Studien zeigen, dass selbst sehr kleine Kinder teilweise unterscheiden können, ob jemand hilft oder schadet. Babys reagieren oft positiver auf „hilfreiche“ Figuren als auf solche, die andere behindern oder verletzen. Dieses Verhalten basiert jedoch noch nicht auf einer bewussten Moralvorstellung wie bei Erwachsenen, sondern eher auf einem intuitiven Bauchgefühl.
Wir Erwachsenen wiederum sind alles andere als objektiv.
Menschen neigen dazu, Personen aus der eigenen Gruppe als wichtiger, sympathischer oder moralisch relevanter wahrzunehmen als Fremde. Evolutionär betrachtet war das vermutlich lange sinnvoll, denn Zusammenarbeit innerhalb der eigenen Gruppe erhöhte die Überlebenschancen.
Die Vorstellung, dass alle Menschen automatisch als vollkommen gleichwertig behandelt werden, scheint deshalb nicht einfach „natürlich“ in uns angelegt zu sein. Vielmehr entwickelt sich Moral vermutlich durch:
- Mitgefühl,
- Erziehung,
- soziale Erfahrungen,
- unsere Vorstellungskraft,
- und die Fähigkeit zum rationalen Denken.
Oder anders gesagt:
Unsere Biologie liefert vielleicht gewisse Grundlagen – doch wie menschlich wir tatsächlich handeln, hängt stark davon ab, wie bewusst wir mit ihnen umgehen.
Video: 2 Min.
Interessant ist dabei auch, wie selektiv unser Mitgefühl oft funktioniert.
Viele Menschen empfinden Delfine als besonders schützenswert, reagieren emotional auf Hunde oder Wale – während sie gleichzeitig kaum Mitgefühl für Fische, Quallen oder Insekten empfinden.
Wir bewundern die Intelligenz eines Oktopus – und essen ihn später vielleicht als Vorspeise.
Das soll kein moralischer Angriff sein, sondern zeigen, wie widersprüchlich menschliches Mitgefühl sein kann.
Vielleicht ist Moral deshalb weniger ein fixer Zustand als vielmehr ein ständiger Balanceakt zwischen:
- Instinkt,
- Angst,
- Mitgefühl,
- Gruppenzugehörigkeit,
- Kultur,
- und bewusster Reflexion.
Sich über andere zu stellen, fühlt sich gut an – oder nicht?
Dopamin – jener Botenstoff, der unter anderem Motivation, Belohnung und Antrieb beeinflusst – spielt vermutlich eine grössere Rolle in unserem Leben, als vielen bewusst ist.
Es motiviert uns:
- zu essen,
- uns fortzupflanzen,
- Likes zu sammeln,
- weiterzuscrollen,
- Risiken einzugehen,
- Anerkennung zu suchen,
- und teilweise auch dazu, uns anderen überlegen zu fühlen.
In praktisch jedem meiner Beiträge gehe ich irgendwann auf dieses Thema ein, weil wir Dopamin heute kaum noch ignorieren können.
Dopamin „macht“ uns handysüchtig, kann Alkohol, Nikotin oder Glücksspiel besonders attraktiv wirken lassen, lässt uns Chips statt Salat essen und kurzfristige Belohnungen über langfristige Gesundheit stellen.
Und genau hier wird es psychologisch spannend:
Studien zeigen, dass soziale Dominanz, Status und Überlegenheit ebenfalls mit Aktivierungen im Belohnungssystem zusammenhängen können.
(Für mehr Infos siehe die Studie auf PNAS March 12, 2013 110 (11) 4363–4367.)
Das bedeutet nicht, dass Menschen „böse“ sind. Aber vielleicht erklärt es teilweise, warum:
- Schadenfreude,
- Lästern,
- öffentliche Empörung,
- moralische Überlegenheit,
- Shitstorms,
- Gruppendenken
sich manchmal kurzfristig erstaunlich „gut“ anfühlen.
Dann gibt es noch Oxytocin.
Dieses Hormon fördert unter anderem:
- Bindungsfähigkeit,
- Vertrauen,
- Nähe,
- Partnerschaft,
- und spielt auch bei Geburt und Stillen eine zentrale Rolle.
Interessanterweise zeigen gewisse Forschungen jedoch auch:
Oxytocin kann nicht nur Mitgefühl fördern, sondern teilweise auch unseren Ethnozentrismus verstärken.
Ethnozentrismus beschreibt die Tendenz, Angehörige der eigenen Gruppe – also der eigenen Kultur, Nation, Familie, Religion oder politischen Gemeinschaft – höher zu bewerten als Aussenstehende.
Die Wissenschaftler schreiben dabei unter anderem, dass solche Mechanismen:
- Vorurteile,
- Fremdenangst,
- Gruppendenken,
- und Abgrenzung zwischen Gruppen
fördern können.
(Für mehr Infos siehe PNAS January 25, 2011 108 (4) 1262–1266.)
Vielleicht erklärt das teilweise auch, warum Menschen gleichzeitig:
- sehr liebevoll,
- aber auch extrem ausgrenzend
sein können.
Wie bereits zuvor angesprochen:
Wir töten oft das, was wir hassen oder fürchten – sofern wir es moralisch rechtfertigen können.
Es wäre für viele Menschen unvorstellbar, ihre vermenschlichten Haustiere wie Hunde oder Katzen zu „ermorden“. Jeden Tag sieht man in sozialen Medien riesiges Mitgefühl für Hündchen und Kätzchen.
Bei Kühen wird es emotional oft schon komplizierter.
Und bei Ratten, Spinnen, Mücken oder Kakerlaken?
„Irgendwo hört der Spass halt auf.“
Warum eigentlich?
Vielleicht, weil wir ständig entscheiden:
- wen wir vermenschlichen,
- wen wir entmenschlichen,
- und wessen Leid für uns relevant ist.
Unkraut und Ungeziefer, Herdenschutzhunde, Familienhunde oder eben auch entmenschlichte Menschen: Wir töten also oft das, was wir hassen – oder fürchten.
Es kommt häufig darauf an, ob wir etwas vermenschlichen oder entmenschlichen.
Denn am Ende sind wir selbst die Richter.
Doch wo beginnt Entmenschlichung eigentlich?
In dem Moment, in dem wir andere nur noch als:
- Idioten,
- Schwurbler,
- Nazis,
- Gutmenschen,
- Schlafschafe,
- Fanatiker,
- Untermenschen
bezeichnen?
Was erlebst du bei:
- Abstimmungen,
- Diskussionen,
- Familienkonflikten,
- Erbstreitigkeiten,
- Corona,
- Migration,
- Nahost,
- Genderdebatten?
Hören wir einander überhaupt noch zu?
Corona-Skeptiker werden zu Corona-Leugnern.
Menschen gegen Rassismus zu Gutmenschen.
Linke zu Extremisten.
Konservative zu Menschenfeinden.
FAQ
Warum hassen Menschen andere Menschen?
Hass entsteht oft aus Angst, Schmerz, Ohnmacht, Gruppendruck oder dem Bedürfnis nach Kontrolle und Überlegenheit. Gruppendynamik, soziale Medien und Entmenschlichung können Hass zusätzlich verstärken.
Ist Hass ein natürliches Gefühl?
Ja. Wut, Ablehnung und Angst gehören zum menschlichen Emotionsspektrum. Problematisch wird Hass vor allem dann, wenn Menschen andere entmenschlichen oder Gewalt moralisch rechtfertigen.
Welche Rolle spielen soziale Medien bei Hass?
Soziale Medien verstärken oft Empörung, Gruppendenken und Polarisierung. Algorithmen belohnen häufig emotionale und extreme Inhalte stärker als differenzierte Diskussionen.
Was bedeutet Entmenschlichung?
Entmenschlichung bedeutet, anderen Menschen ihren individuellen Wert oder ihre Menschlichkeit abzusprechen. Dadurch sinkt oft die Hemmschwelle für Ausgrenzung, Hass oder Gewalt.
Können Menschen lernen, weniger zu hassen?
Zumindest bewusster damit umzugehen. Mitgefühl, Selbstreflexion, echte Begegnungen und differenziertes Denken können helfen, Feindbilder zu hinterfragen.
Schlussgedanke
Vielleicht ist Hass nicht einfach nur „Bösartigkeit“, sondern oft ein menschlicher Versuch, mit Angst, Schmerz, Kontrollverlust oder Ohnmacht umzugehen.
Gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen – bei anderen, aber auch bei sich selbst.
Denn vielleicht beginnt Entmenschlichung nicht erst bei Gewalt, sondern bereits dort, wo wir aufhören, einander wirklich zuzuhören.
Weiterführender Artikel: Wie aus Hass Entmenschlichung wird
Wenn Menschen andere plötzlich nur noch als:
- Parasiten,
- Nazis,
- Ungeziefer,
- Schlafschafe,
- Terroristen
wahrnehmen, sinkt oft die Hemmschwelle für Ausgrenzung oder Gewalt.
Genau darum geht es im zweiten Teil dieses Blogs:




